Geschichte

Die 41. Sportlerwahl wird Ihnen präsentiert von

Jubiläum

40 Jahre Sportlerwahl der Westdeutschen Zeitung

Acht Frauen und zwölf Männer bilden in diesem Jahr den Kandidatenkreis für die 40. WZ-Sportlerwahl für Krefeld und den Kreis Viersen. 20 Kandidaten aus vielen unterschiedlichen Sportarten. Dabei sind natürlich die Fußballer, Profis wie auch Amateure, Eishockeyspieler, eine Wasserballerin, eine Rennradfahrerin, eine Ringerin, eine Dressurreiterin, zwei Ruderer, ein Handballer, ein Fechter, ein Hockey-spieler und ein Mann, der mit seinem Auto schwindelerregende Geschwindigkeiten fahren kann. Die WZ-Sportlerwahl 2020 bildet die große Vielfalt des Sports in Krefeld ab, wie so oft in der Historie dieser Wahl.

 

40 Jahre Sportlerwahl der Westdeutschen Zeitung

Das sind 40 Abstimmungen, in denen die Leser der WZ durch die Abgabe ihrer Stimme entscheiden konnten, welche sportlichen Leistungen waren so besonders, dass es zum Titel gereicht hat? 25 verschiedene Preisträger hat die Sportlerwahl in den vergangenen 40 Jahren seit 1981 hervorgebracht. Den Anfang machte mit Sabine Blumtritt eine Turnerin. Ihr folgte der Weltklasse-Leichtathlet Jürgen Hingsen im Jahr 1982. Danach brach so langsam aber sicher die Zeit der Fußballer an. Mit Matthias Herget, Werner Vollack, Holger Fach und Brian Laudrup schafften es vier Spieler von Bayer Uerdingen ganz oben aufs Podest. 1990 gewann Peter Alafi, gefolgt von einer regelrechten Pinguine-Serie, in der Karel Lang, Johnny Walker und Francois Sills den Titel unter sich ausmachten.

 

Anne Poleska ist die Rekordsiegerin

Mitte der 1990er Jahre wurde dann eine Sportlerin zur Siegerin gekürt, die etwas scheinbar Unerreichbares schaffen sollte. Weltklasse-Schwimmerin Anne Poleska holte sich in vier aufeinanderfolgenden Jahren (1996 bis 1999) den Titel als WZ-Sportlerin des Jahres. 2004 und 2005 wiederholte Poleska ihren Erfolg und kommt damit insgesamt auf sechs Siege. In der Zwischenzeit reihte sich mit Jochen Urban Poleskas heutiger Ehemann als erster Ruderer in den Jahren 2007 und 2008 in den Reigen der Gewinner bei der Sportlerwahl ein.

Von sich reden machten danach auch die Krefelder Eishockey-Urgesteine Christian Ehrhoff und Daniel Pietta mit ihren Siegen den Jahren 2012 und 2013. Danach wurde Anna Pauline Saßerath zur Seriensiegerin. Dreimal gewann die Triathletin in den Jahren 2014 bis 2016. Danach machten Vanessa Schumann (Cheerleading) und Feuerwehrsportler Martin Brieden die Titel bis 2019 unter sich aus.

WZ-Sportlerwahl - Alle Sieger Seit 1981
Sieger und Unterstützer der Sportlerwahl (v.l.): Stefan Rinsch, Vorstandsvorsitzender Volksbank Krefeld, Florian Lindenau, Sportler des Jahres 2020, Amadora Fernandez, Gastgeberin im Golfclub Elfrather Mühle, Ercüment Ak, Geschäftsführer Ipek Möbel, Thomas Gref, Vater der Zweitplatzierten Johanna Gref, WZ-Moderator Olaf Kupfer, Peter Quasten, Sportchef SC Bayer 05 Uerdingen in Vertretung für die Fünftplatzierte Johanna Huppertz, die Viertplatzierte Anna Keyserlingk, Daniel Poerschke, Leiter Werbemarkt der WZ, und Oberbürgermeister Frank Meyer. Die Drittplatzierte, Aline Rotter-Focken, war wegen eines Trainingslagers in Tallinn verhindert. Foto: Jochmann, Dirk (dj)
Sieger und Unterstützer der Sportlerwahl 2020 (v.l.): Stefan Rinsch, Vorstandsvorsitzender Volksbank Krefeld, Florian Lindenau, Sportler des Jahres 2020, Amadora Fernandez, Gastgeberin im Golfclub Elfrather Mühle, Ercüment Ak, Geschäftsführer Ipek Möbel, Thomas Gref, Vater der Zweitplatzierten Johanna Gref, WZ-Moderator Olaf Kupfer, Peter Quasten, Sportchef SC Bayer 05 Uerdingen in Vertretung für die Fünftplatzierte Johanna Huppertz, die Viertplatzierte Anna Keyserlingk, Daniel Poerschke, Leiter Werbemarkt der WZ, und Oberbürgermeister Frank Meyer. Die Drittplatzierte, Aline Rotter-Focken, war wegen eines Trainingslagers in Tallinn verhindert. Foto: Jochmann, Dirk
Letzte Siegerehrung

Sportlerwahl 2020 in Krefeld: „Wollen dem Sport Präsenz geben“

Der „Sportler des Jahres“ ist zum 40. Mal in Krefeld gekürt worden. In diesem Jahr fand die Feier vor historischer Kulisse statt.

Majestätisch überragt die historische Elfrather Mühle mit ihren riesigen Flügeln den nach ihr benannten Golfplatz. Das Clubhaus im Stile eines mit feinem Klinker veredelten Landhauses rundet das überaus gemütliche und elegante Ambiente ab.

40 Jahre Sportler des Jahres – die traditionelle und fest im Krefelder Sport verankerte Veranstaltung hat im Laufe der Dekaden schon an vielen ehrwürdigen Orten und vor großem Publikum Station gemacht – leider war diesmal die Besucherzahl wegen der Corona-Bedingungen begrenzt gewesen, was der frohen Stimmung aber keinen Abbruch tat. Die Veranstaltung wurde unter Berücksichtigung aller Hygiene-Maßnahmen durchgeführt, die Teilnehmer waren entweder getestet, geimpft oder genesen.

Stolzer Vater, glückliche Tochter: Thomas Gref übermittelte seiner Johanna per Video-Telefonat die frohe Kunde vom zweiten Platz. Die Radsportlerin genießt derweil ihre Zeit in Amerika, wo sie studiert und Rennen fährt. Foto: Jochmann, Dirk (dj)
Stolzer Vater, glückliche Tochter: Thomas Gref übermittelte seiner Johanna per Video-Telefonat die frohe Kunde vom zweiten Platz. Die Radsportlerin genießt derweil ihre Zeit in Amerika, wo sie studiert und Rennen fährt. Foto: Jochmann, Dirk (dj)

„Wir wollen die Leistungen unserer Sportler hervorheben“

Die Entscheidung, die Wahl und Ehrung dennoch durchzuführen und den Sportlern für das schwierige Jahr 2020 für ihre Leistungen höchsten Respekt zu zollen, stieß auf viel Wohlwollen. „Es ist in Krisenzeiten wichtig, dass es diese Kontinuität gibt. Toll, dass die Wahl durchgeführt wurde und eine anständige Ehrung erhält“, sagte Oberbürgermeister Frank Meyer. Als höchster Repräsentant Krefelds ist er immer ein gern gesehener Gast.

„Es ist ein außergewöhnlich schöner Standort. Wir freuen uns, dass wir da sein dürfen“, sendete WZ-Chefreporter Olaf Kupfer sogleich einen Dankesgruß an die Gastgeberin des Golfclubs, die Präsidentin und Geschäftsführerin Amadora Fernandez. Die gab die Glückwünsche zurück: „Wir freuen uns, dass der Alltag allmählich wieder einkehrt.“ Der 1992 gegründete Club musste 2020 wegen der Pandemie für drei Monate den Betrieb ruhen lassen, erfreut sich nun aber wieder am regen Spiel auf dem Grün.

So wie den Golfern erging es auch vielen anderen Krefelder Sportlern: „Wir wollen dem Sport heute in all seinen Facetten Präsenz geben“, lobte Fernandez die Veranstaltung: „Es war wirklich nicht einfach für die Leistungssportler.“ Gleiches befand auch Stefan Rinsch, Vorsitzender der Volksbank Krefeld: „Wir freuen uns, dass wir heute überhaupt zusammenkommen können. Der Rahmen ist wirklich klasse. Wir fühlen uns der Region sehr verbunden und wollen die Leistungen unserer Sportler natürlich hervorheben.“

Auszeichnung von höchster Stelle: OB Frank Meyer überreichte der Leichtathletin Anna Keyserlingk ihre Stele für den vierten Platz. Die erst 17 Jahre alte Dreispringerin hat das Traumziel Olympia für sich gefasst. Foto: Jochmann, Dirk (dj)
Auszeichnung von höchster Stelle: OB Frank Meyer überreichte der Leichtathletin Anna Keyserlingk ihre Stele für den vierten Platz. Die erst 17 Jahre alte Dreispringerin hat das Traumziel Olympia für sich gefasst. Foto: Jochmann, Dirk (dj)

Zusammen mit Olaf Kupfer führte auch Daniel Poerschke, der Leiter des Werbemarktes bei der WZ, durch die kurzweilige Veranstaltung. Die Geladenen griffen immer wieder zu den exquisiten Häppchen und Kaltgetränken, kamen ins Plaudern und erfuhren das eine oder andere Anekdötchen. Manch einer wie Ercüment Ak (Ipek Möbel) schüttete sogar seinen Herzschmerz aus. Der Grund: Die Türken und Deutschen waren bei der Europameisterschaft schon früh aus dem Rennen. „Das Potenzial wurde nicht genutzt.“

 

Peter Quasten gewinnt den Putt-Wettbewerb

Und auch das hatte es in 40 Jahren Sportlerwahl noch nicht gegeben: einen lockeren Putt-Wettbewerb für die Sportler unter den wachen Augen des Golflehrers und Profis David Marcks. Er machte ihnen Komplimente für deren Geschick: „Ich bin überrascht. Sie bringen viel Ballgefühl mit.“ Peter Quasten, der Beauftragte für Wettkampfsport beim SC Bayer Uerdingen, machte es am besten. Er brauchte die wenigsten Schläge, um den Ball in die nur 10,8 Zentimeter großen Löcher zu stoßen. Der Engländer Marcks ließ die Folklore aufleben: „England gewinnt jetzt die EM“, sprach er siegesgewiss. Seine Teilnehmer hätten wohl am liebsten weggehört. Nach dem kurzen Ausflug ins Grün ging es wieder zurück auf die Sonnenterrasse des Golfclubs. Dann hieß es erneut: Ehre, wem Ehre gebührt.