Aline Rotter-Focken

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Aline Rotter-Focken - Ringen

Aline Rotter-Focken Foto: dpa

Weltcup-Gold gibt der Ringerin Aline Rotter-Focken Rückenwind für das letzte große Ziel

Gestählt für Olympia

Das Pandemiejahr 2020 war schon an sein Ende gelangt, da setzte Aline Rotter-Focken wenige Tage vor dem Weihnachtsfest im fernen Belgrad noch ein unübersehbares Ausrufezeichen. Gold beim Weltcup, der wegen der ausgefallenen Weltmeisterschaft so etwas wie der bedeutendste sportliche Vergleich des Jahres gewesen war. Der Finalerfolg über die starke Türkin und damalige Europameisterin Yasemin Adar sieben Monate vor den Olympischen Spielen machte Mut für das letzte große Ziel, das sich die Hülserin gesetzt hat. Eine Olympia-Medaille in Tokio als Schlusspunkt einer erfolgreichen Karriere.
In 2020 war die heute 30 Jahre alte Weltklasse-Ringerin fast zehn Monate ohne Wettkampf geblieben. Eine schwere Zeit für Hochleistungssportler, die immer auch den Vergleich brauchen, um ihre Entwicklungen zu überprüfen. Die Sommerspiele wurden um ein Jahr verschoben. Das Karriereende musste daher auch um zwölf Monate verlegt werden: „Aufhören war nie ein Thema“, sagt Aline Rotter-Focken heute: „Der Traum von einer Olympia-Medaille war einfach zu groß.“ Als Top-Athletin und Deutschlands stärkste Ringerin in der höchsten Klasse bis 76 Kilogramm gehört sie zu den großen Hoffnungen in Tokio auf der Ringermatte. 2020 war aus ihrer Sicht keineswegs ein verlorenes Jahr: „Sportlich war es mega gut. Ich habe mich physisch noch einmal gesteigert und mental verbessert“, sagt sie. Ein Sportpsychologe und Mentalcoach berieten sie. „Ich bin total dankbar für das Jahr. Ich hatte mehr Zeit für Training und die Vorbereitung.“ Das Ringen half ihr durch die Corona-Krise: „Der Sport hat mir die Normalität im Alltag zurückgegeben.“ Im eigenen Fitness-Studio ging die Gesundheits-Managerin auch mal mit ihrem Mann auf die Matte. Nationale Lehrgänge statt Titelkämpfe, so lief das Programm. Einen Tiefpunkt aber erlebte sie auch. Turnierabsagen im Herbst zerrten an ihren Nerven. Auf die Überprüfung ihrer Leistungsfähigkeit musste sie bis Dezember warten. Die Familie, allen voran ihr Mann Jan, mit dem Aline in Triberg im Schwarzwald lebt, wird ihr die Daumen aus der Ferne drücken müssen. Bei den Pandemie-Sommerspielen dürfen nur Athleten, Betreuer und Trainer anreisen. Rotter-Focken greift in Tokio noch einmal an. In 2020 hat sie noch einmal Anlauf genommen. anle

GEBOREN AM 10. Mai 1991 in Krefeld

SPORTART Ringen

VEREIN KSV Germania

ERFOLGE 2020 Sieg beim Weltcup in Belgrad

ZIELE 2021 Medaille bei Olympia

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