Assani Lukimya

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Assani Lukimya - Fußball

Assani Lukimya Foto: Fotoagentur Brauer

Assani Lukimya führte die Mannschaft des KFC als Kapitän durch schwere Zeiten

Vorbild in der Krise

In der Krise zeigt sich der Charakter eines Menschen. Und von einer Misere konnten sie auch im vergangenen Jahr beim KFC Uerdingen ein Lied singen. Es ging in der 3.Liga mal wieder um den Klassenerhalt, als der Club nach der Corona-Pause Ende Mai in den Spielbetrieb zurückkehrte. Und es dauerte keine 90 Minuten, da war der Innenverteidiger Assani Lukimya schon in sein neues Amt eingeführt, das er bis heute nicht mehr abgelegt hat: Aus dem Stellvertreter war der Kapitän geworden, als sich Jan Kirchhoff folgenschwer verletzte und in den restlichen zehn Spielen des Liga-Schlussspurts im Juni und Juli nicht mehr zurückkehren sollte.
Lukimya hatte ein enges Vertrauensverhältnis zum Ex-Trainer Stefan Krämer. Er ist eine Autorität auf und neben dem Platz. Sein Wort hat Gewicht in der Kabine, doch ein Lautsprecher ist er nicht. Dennoch vertritt er sein Team in allen Belangen, geht vorne weg. Auf dem Feld strahlt er Ruhe und Unerschrockenheit aus. Gestählt ist er durch über 86-Bundesliga- und 69 Zweitliga-Spiele. Vor seiner Ankunft in Uerdingen erlebte er drei Jahre lang den Profifußball beim chinesischen Erstligisten Liaoning FC. Beim KFC musste er erfahren, dass die Corona-Pandemie und anhaltendes Missmanagement in der Vereinsspitze eine toxische Zusammensetzung waren. „2020 war ein turbulentes Jahr. Das habe ich so noch nicht erlebt.“ Seine Vorstellung von einer Fußballwelt, in der vor allem junge Spieler ein schönes Leben führen können, wurde ad absurdum geführt.
Die Führungsrolle war ihm nicht fremd: „Ich habe es einfach ihn mir“, sagt Lukimya. Er führte die Mannschaft durch die Krise und im Sommer 2020 zum Klassenerhalt, ohne eine einzige Minute zu verpassen. „Ich wollte die Mannschaft nie im Stich lassen“, sagt er. Als ältester Spieler mit 35 Jahren im Team ist er im Profifußball eine seltene Erscheinung geworden, doch seine Konstitution ist beeindruckend. Er achte extrem auf seinen Körper, sagt Co-Trainer Stefan Reisinger, ziehe im Training immer durch. Der Kongolese lebt für den Fußball. Diese Haltung eines Profis hat er beim auch KFC vorgelebt, als es ernst wurde, auch im vergangenen Herbst und Winter, als finanzielle Probleme und Nebengeräusche die Mannschaft belasteten. Lukimya trat als Wortführer und Vorbild auf. Zu Hause nimmt er seine Pflichten als Vater von drei Kindern wahr, hilft bei den Hausaufgaben. Einen besseren Kapitän hätte der KFC in der Krise nicht finden können. (anle)

GEBOREN AM 25. Januar 1986 in Uvira /DR Kongo

SPORTART Fußball

VEREIN KFC Uerdingen

ERFOLGE Klassenerhalt, Platz 13

ZIELE Klassenerhalt

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