Lea Schüller

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Lea Schüller - Fußball

Lea Schüller Foto: dpa

Es müllert nicht mehr nur beim FC Bayern München. Seit vergangenem Sommer schüllert es auch, und zwar gewaltig.

Immer dann, wenn die Nationalstürmerin Lea Schüller ins Ziel trifft, wird in Anlehnung an Gerd Müller, den „Bomber der Nation“ und Bundesliga-Rekord-Torschützenkönig, diese Wendung herangezogen. Wer sich solch eine exklusive Nennung verdient hat, der muss einiges drauf haben. Und was Lea Schüller so alles kann mit dem Ball, das konnte man exemplarisch im DFB-Pokalfinale im Juli 2020 bewundern. Nur zwölf Sekunden brauchte sie in ihrem letzten Spiel für die SGS Essen im Endspiel gegen den VfL Wolfsburg für den Führungstreffer. Ein Spurt, ein eiskalter Abschluss – 1:0. Es sollte noch nicht reichen für den ersten nationalen Titel. Dennoch war dieses spannungsreiche Finale, das 2:4 im Elfmeterschießen verloren ging, das persönliche Highlight für Schüller, wie die Hülserin der WZ verriet. Die Hände so nah am Pokal mit einem Außenseiterteam wie der SGS Essen, das war schon ein Erfolg.
Wenige Tage später wechselte Schüller zum FC Bayern München, der sich anschickt die Nummer eins im deutschen Frauenfußball zu werden. Professionellere Strukturen, höhere Ansprüche und vor allem die Aussicht auf Titel waren es, die die heute 23-Jährige zu einem Umzug nach Bayern bewogen. Raus aus der Komfortzone, hinein in das Profigeschäft. Mit 16 Treffern in 22 Spielen war sie als Essenerin in der Torjägerinnenliste der Spielzeit 19/20 auf Platz drei gelandet. Wenige Wochen nach ihrer Ankunft in München ging es schon im Viertelfinale der Champions League um das Weiterkommen. Der Aufstieg in die Königsklasse war perfekt, auch wenn die Hürde Olympique Lyon im August 2020 noch ein bisschen zu hoch war. „Es war sportlich ein super Schritt“, sagt Schüller heute über ihren Gang nach München. Sie brauche den Konkurrenzkampf, wie sie den clubeigenen Medien berichtete. Ihre Schnelligkeit und Abschlussstärke mit Fuß und Kopf stechen heraus. Nach einem kleinen Formtief im Herbst, das der hohen Belastung im Frühsommer und kurzen Erholungsphase nach der Saison geschuldet war, meldete sich Schüller mit Toren zurück. Fitter, auch mental stärker, ist sie heute. Man kann sicher sein: Es wird weiter schüllern. (anle)

GEBOREN AM 12.  November 1997 in Tönisvorst

SPORTART Fußball

VEREIN FC Bayern München

ERFOLGE 2020 Zweite im DFB-Pokal, Dritter Platz in der Torjägerinnenliste der Bundesliga-Saison 19/20 mit 16 Toren in 22 Spielen

ZIELE 2021 Deutscher Meistertitel, Gewinn der Champions League

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