Paul Veltrup

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Paul Veltrup - Fechten

Paul Veltrup Foto: Fecht Club Krefeld

Auf dem Sprung in die USA

Nach seinem Abitur wagt der Fechter den Schritt ins Ausland. Dort will er konsequent an seiner sportlichen Karriere weiterarbeiten.

Von Timo Nicklaus

Eigentlich war es alles anders geplant. Das Jahr 2021 sollte für Paul Veltrup ganz im Zeichen des Fechtens stehen. Nach seinem Abitur im Vorjahr wollte der 20-Jährige all seine Kraft in den Sport stecken. Doch aufgrund der Corona-Pandemie sind Wettkämpfe derzeit rar. Die Weltmeisterschaften in Salt Lake City sind ausgefallen, ebenso diverse internationale Turniere. Und so bleibt Veltrup derzeit nur das Training sowie einige Lehrgänge, die er als Kaderathlet auch in den vergangenen Monaten wahrnehmen konnte. Sportlich sind es derzeit keine einfachen Zeiten. Die Trainingspartner fehlen, überhaupt kratzt die mangelnde Perspektive ganz schön an der Motivation: „Es ist viel Lauf- oder Krafttraining. Das reicht aber nicht ansatzweise und macht auf Dauer irgendwann auch keinen Spaß mehr.“ Der Fechter nutzt seine Zeit daher etwas anders. Als Aushilfskraft unterstützt er die Mitarbeiter im Kempener Krankenhaus. „Simple Arbeit“, sagt Veltrup selbst: „Aber besser als nur zuhause rumzusitzen“. Doch wie geht es weiter? Die gemeinsame Zeit mit seinem Trainer Lajos Csire neigt sich langsam, aber sicher dem Ende entgegen. Der 76-Jährige wird seine Laufbahn in Krefeld bald beenden, Veltrup trainierte sein ganzes Leben unter seiner Regie.„Für mich kommt kein anderer deutscher Verein infrage, also habe ich mir überlegt, wie ich meine sportliche und berufliche Zukunft am besten vereinen kann“, sagt Veltrup, der sich nach reiflicher Überlegung für einen großen Schritt entschieden hat. Im August wird der 20-Jährige sein Studium an der Ohio State University in den Vereinigten Staaten von Amerika antreten. Im Bundesstaat Ohio bekommt er ein Teilstipendium und kann unter Top-Bedingungen an seiner Zukunft als Fechter arbeiten. Ohio State gilt als eine der größten Universitäten der USA, hat über 60.000 Studierende. „Es ist ein Mega-Campus und ich freue mich sehr.“ Noch halte sich die Nervosität zwar noch in Grenzen, die „Bauchschmerzen“ werden ob der Zukunftsveränderung aber früher oder später mit Sicherheit kommen. Ab August, so hofft Veltrup, kann er sich dann wieder im erhöhten Pensum seiner sportlichen Karriere widmen. So wie er es eigentlich auch für das Jahr 2021 geplant hatte.

GEBOREN AM 6. März 2001 in Grefrath

SPORTART Degenfechten

VEREIN Fechtclub Krefeld

ERFOLGE 2020 Teilnahme an der Europameisterschaft

ZIELE 2021 Wettkämpfe bestreiten, in den USA Fuß fassen

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